Ökostrom durch magnetische Wind-Entsafter
Wunderwelt Technik | Thursday, 29. November 2007, 11:41h
Als damals Don Quijote zur großen Verwunderung seines Kumpanen Sancho Panza auf Windmühlen losging, sahen diese noch aus, wie so ziemlich jede Windmühle auf der Welt: Ein rundes / eckiges Häuslein mit einem Windrad vorne dran.
Heute sind derartige Windmühlen nur noch selten anzutreffen. Dafür trifft man diesertags ganze Haine von Windrädern an, die an windigen Tagen munter Strom produzieren. Auch wenn der Wirkungsgrad im Vergleich zu Don Quijotes „Gigantes“ ungleich höher ist, heißt dass noch nicht, dass wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben.
Da im Angesicht der groß propagierten Klimakatastrophe das Thema Ökostrom nun auch auf globaler Ebene auf verstärktes Interesse stößt, scheint die Entwicklung neuer Technologien auf diesem Gebiet schnelle Fortschritte zu machen. Manch einer wird sich nun fragen „Warum nicht gleich so?“ und ein Anderer wird antworten „Better late than never!“.
Der Wind-Entsafter: die Maglev Windturbine
Das schöne an der Windkraftanlage, um die es hier geht, ist die Tatsache, dass sie bereits in die Tat umgesetzt wird. Es handelt sich nicht um eine Zukunftsvision, sondern sie wird konkret produziert – in den USA und in China. Wenn wir Europäer schön brav sind, wird es aber wohl auch bei uns weniger Don-Quijoten-Räder geben und dafür mehr Maglev Windturbinen.
Diese neuen Windturbinen haben ein Aussehen, das dem einer gigantischen Saftpresse meines Erachtens durchaus nahe kommt (jetzt Eure Frage natürlich: Hilfe, was habt ihr denn für Saftpressen daheim? …aber: Hey, wenn ich mir einen Wind-Entsafter vorstellen müsste, sähe er garantiert genau SO aus
). Aber neben der landschaftlichen Abwechslung zu den herkömmlichen Windrädern bietet die neue Generation von Windkraftanlagen einen sehr überzeugenden Wirkungsgrad: Laut den Prognosen liefert eine Maglev Windturbine soviel Energie wie etwa 1000. Standard-Windräder.
Weitere beeindruckende Details:
- Eine Maglev Windturbine kann bis zu 750.000 Wohneinheiten mit Strom versorgen.
- Die Instandhaltungskosten liegen etwa bei 50 % herkömmlicher Windräder.
- Minimalster Energieverlust durch Reibung, dank Magnettechnologie.
- Geschätzte Lebensdauer von 500 Jahren.
- Stromgewinnung auch bei Windgeschwindigkeiten möglich, bei denen die bisherigen Windräder versagen.
Klingt doch gut und überzeugend
Die Entwickler dieser vielversprechenden Wind-Entsafter sitzen in China, wo auch schon die erste Fabrik fertiggestellt wurde. Auch in den USA soll eine Produktionsstätte errichtet werden. Wir dürfen gespannt sein, wann sich die heutigen Don Qujotes sich auch hierzulande an diesen Windmühlen probieren dürfen.
Weiterführende Links:
Engadget
Inhabitat
Worldwatch